Es war als ob jemand daran dachte was ich gerade fühle und es für mich in die Worte gefasst hat

Du hast zwar immer noch den Platz in meinem Herzen aber nicht mehr in meinem Leben

Es ist wahr, dass ich davon träumte jemandem zu begegnen der mir die Sinne raubt, mich atemlos vom Glück macht, mein Herz so stark schlagen lässt…

Aber ich wollte jemanden der MICH wollte. So wie ich bin. Nicht die Idee davon wie ich sein könnte oder nicht die Idee der Rolle die ich erfüllen könnte.

Und ich wollte jemanden den ich annehmen könnte mit allem was er ist und was ihn ausmacht.

Einfach weil wir beide es wert sind echt und ganz und gar akzeptiert zu werden.

Ich traf Dich. Und ich weiß nicht was Du wolltest. Jedenfalls nicht MICH. Trotz der Worte trotz der Gefühle die daraufhin so sehr deuteten. Trotz dem Herzschlag der, so ersehnt und erträumt, endlich da war… Ich habe mich bis dahin fast aufgegeben. Hab nicht mehr geglaubt je noch so zu empfinden.

Es gab Liebeserklärungen, es gab solch intensive Gefühle, es gab Magie.

Aber es war am Ende doch nur eine kleine Zauberei.

Es war als ob das was wir hatten, als ob ich nur eine Option war.

Vergleichbar. Abzuwägen. Ohne echten Entscheidungen.

Wie ein Spiel das sich so wirklich anfühlt, dass man es irgendwann selbst glaubt.

Aber auf Fragen gab es keine konkreten Antworten. Alle Versprechen waren nur verpackte Wünsche die, das wussten wir auch irgendwann beide, unerfüllt bleiben.

Es war eine Parallelwelt voller Gegenoptionen zu der bitteren Realität. Es war zu schön um wahr zu sein.

Aber ich wollte es scheinbar nicht sehen. Obwohl es so voller Widersprüche war. Und zu großen, zu süßen, zu vielen zu schnellen Wünschen und Deklarationen.

Wie kann ein „ich liebe Dich“, ein „ich will Dich“ so weh tun?

Wie kann man sich so austauschbar vorkommen?

Wie konnte es so schnell so weit kommen?

Zu viel, zu schnell gewollt. Die Unfähigkeit sich selbst gegenüber und deshalb auch dem anderen gegenüber ehrlich zu sein.

Ich will keine Option sein. Kein Ersatz. Kein Platzhalter.

In einer Warteschlange bis die Entscheidung, die sowieso unausweichlich ist, fällt. Dass das hier keine Zukunft hat.

Weil…

Meine Gefühle sind echt.

Mein Schmerz ist echt.

Die Enttäuschung ist unbeschreiblich.

Ich will kein Frust in der Liebe. Ich möchte eine Beziehung die das ist was sie wirklich sein soll. Mit Höhen und Tiefen aber ehrlich. Zuverlässig. Voller Vertrauen, dass man immer die Priorität ist.

Ich habe verloren in diesem Spiel aber doch gewonnen. Mein Instinkt funktioniert doch richtig und ich habe keine Angst mehr, dass ich unfähig bin zu lieben.

Ich kann lieben und trotzdem wach bleiben.

Ich werde nie sagen, dass ich es bereue was hier passiert ist. Es wird dauern bis es soweit ist, dass ich an die schönen Seiten der Zeit zurückdenke.

Aber ich bin sehr dankbar für diese Lektion. Es musste sein.

Du hast dich jetzt entschieden.

Ich habe meine Entscheidung auch getroffen.

Danke für diese Zeit, für all die Offenbarungen, für die Gefühle. Ja. Auch für die Tränen. Auch für den Schmerz.

Ich dachte ich weiß was ich will, jetzt weiß ich noch mehr. Jetzt weiß ich was ich nicht will.

Entmündigt, als eine Option, eine Eroberung da zu stehen. Mit den vergangenen Eroberungen verglichen zu werden. Durch das Prisma der Vergangenheit und der falschen Muster in eine Schublade eingepfercht zu werden.

Den Platz in meiner Geschichte, in meinem Herzen kannst du nicht verlieren.

Aber den Platz in meinem Leben, an meiner Seite, den hast du verloren.

Ich gehe weiter, nach vorne, bereichert um einige Erfahrungen.

Ich wünsche dir, dass du auch vorankommst.

Ich wünsche dir, dass du irgendwann erfährst was die echte, wahre Liebe ist.

Es ist nicht nur körperlich, nicht nur die Anziehung, nicht der hemmungsloser Sex mit Orgasmen die das Bewusstsein rauben. Das sind nur Sekunden in der Ewigkeit.

Die Liebe ist so viel mehr als das.

Du bist der Künstler der eine Wunschzauberwelt aufbauen kann die den Atem raubt. Aber in diesem Spiel gibt es immer mindestens zwei Menschen, die beide wissen sollten, dass es nur ein Spiel ist.

Ehrlich, offen und mit gleichem Recht entscheiden zu können ob sie mitspielen wollen.

Dann gibt es einen schönen Anfang und ein würdiges Ende. Ohne unausgesprochenen, losen Puzzleteilen die nirgendwo hin passen, dafür aber die Seelen zerstören. 

Das bringt nur Leid.

Das bringt nur Schmerz.

Das löst Teile der Seele auf, des Herzen, der Würde. Bei allen Beteiligten.

Etwas ist gestorben, dafür aber haben wir beide was gelernt.

Ob es notwendig war, ob es uns bereichert hat bleibt fraglich. 

Aber zumindest ich werde es nie vergessen können.

Advertisements